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Der Osterhase

feldhase

Der Hase

(Lepus)

Echte Hasen gehören zu der Ordnung der "Hasenartigen"; Familie: Hasen. Sie graben keine oder nur sehr einfache unterirdischen Baue und ruhen meist in einer flachen Bodenmulde. Die Tiere ernähren sich fast ausschließlich pflanzlich. Die Jungtiere sind ausgesprochene "Nestflüchter", sie werden behaart und sehend geboren und können sich schon wenige Minuten nach der Geburt fortbewegen.

Unterschied Hase-Kaninchen

Der Europäische Feldhase,"der Hase",wird häufig mit dem Kaninchen verwechselt. Oft nennen Heimtierhalter ihre Kaninchen liebevoll "Hasen" und Züchter nennen ihre Weibchen "Häsin". Stallkaninchen werden oft als "Stallhasen" bezeichnet. Es gibt sogar Manche Kaninchen ähneln den Hasen sehr. Trotzdem sind diese Tiere nicht enger verwandt und eine Verpaarung von Kaninchen und Hase ist nicht möglich. Hasen werden nicht als Haustiere gehalten, stehen unter Artenschutz und dürfen nicht eingefangen werden. Alle als Heimtiere gehaltenen, sogenannten Hasen sind also Kaninchen.

Unsere Kaninchen stammen vom europäischen Wildkaninchen (Oryctolagus cuniculus)ab.

Eine Tabelle mit Gegenüberstellungen von Kaninchen und Hase findest Du hier: Gegenüberstellung Hase/Kaninchen

Das Kaninchen gehört auch zur Familie der Hasen, gehört aber einer anderen Gattung an. Im Gegensatz zum Feldhasen hat es relativ kurze Ohren (Löffel, 6-8 cm), ist deutlich zierlicher und hat kürzere Hinterbeine.

Der Brauch des Osterhasen

Der Hase ist das Tier der Liebesgöttin Aphrodite, sowie der germanischen Erdgöttin Holda. Der Hase ist auch wie das Ei - ein Zeichen für Leben und Fruchtbarkeit.
Hasen bekommen im Frühjahr sehr viele Jungen, das heißt, sie schenken Leben. Sahen die Menschen früher die Hasenmütter mit ihren Jungen, wussten sie, dass der Winter vorüber war.
In Byzanz war der Hase in der Tiersymbolik ein Symbol für Christus.Man findet darum Hasenbilder auch in alten christlichen Bildern und Reliefen.
Im 19.Jahrhundert war der eierlegende Osterhase in einigen Teilen Deutschlands noch völlig unbekannt. Bis zum 16. Jahrhundert wurden die Ostereier von verschiedenen Tieren gebracht. In einigen Regionen kam der Fuchs oder der Hahn, in anderen der Storch, der Kuckkuck, der Kranich oder der Auerhahn, um die Ostereier zu verstecken.
Warum bringt nun der Hse die Eier?
Der Hase kommt im Frühjahr auch vermehrt zur Futtersuche in die Dörfer und Guml;&arten. Und aufgrund dieses Verhaltens wurde ihm vermutlich das Ablegen der Ostereier angedichtet.
Mag auch sein, dass der Hse die Eier bringt und nicht die Henne, weil er schneller rennen kann als diese, und so die Eier besser vestecken kann?
Es gibt auch Vermutungen, der Osterhase sei eher aus Versehen der Osterbote geworden. Der Versuch der Bäcker, ein Osterlamm aus Teig zu backen, habe letztlich eher wie ein Osterhase ausgesehen...

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© S.Geroldinger 2009; Bilder:alle pixelio